Unsere Leistungen für ein sauberes Wien

© Johannes Zinner

Tierisch unterwegs

Die Abholung oder Übernahme verstorbener Haustiere zählt zu den Kernaufgaben der ebswien kläranlage & tierservice. Dieses Service, mit dem uns die Stadt Wien beauftragt hat, ist für alle Wienerinnen und Wiener kostenlos.

Sie erreichen uns rund um die Uhr unter der Telefonnummer 01/76 76 176.

Unsere Mitarbeiter sind täglich in ganz Wien unterwegs. Wir kommen binnen 24 Stunden zu Ihnen nach Hause und holen Ihren verstorbenen Liebling im Zuge einer Sammeltour ab. Sie können ihn aber auch selbst zur ebswien kläranlage & tierservice (am Standort: Alberner Hafenzufahrtsstraße 8, 1110 Wien) bringen. Auch außerhalb unserer Öffnungszeiten bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihr Tier in dafür vorgesehene Einrichtungen abzugeben. Diese finden Sie im Einfahrtsbereich.

Tierisch hygienisch

Fleischverarbeitende Betriebe sind bei der ebswien kläranlage & tierservice an der richtigen Adresse. Als veterinärbehördlich zugelassener Betrieb übernehmen wir die fachgerechte Abholung aller Materialien tierischer Herkunft. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Fleisch- und Knochenreste oder Lebensmittel, die nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet sind.

Die Verwertung der in Wien gesammelten Produkte besorgt unsere Vertragspartnerin, die Burgenländische TKV in Unterfrauenhaid, in einer modernen Anlage mittels Drucksterilisationsverfahren. Selbstverständlich werden dabei alle relevanten gesetzlichen Vorschriften strengstens eingehalten.

Lebensmittelkrisen (Stichwort BSE) haben in der Vergangenheit gezeigt, welche bedeutende Rolle tierische Nebenprodukte bei der Verbreitung von übertragbaren Tierseuchen spielen können. Daher müssen Krankheitserreger unschädlich gemacht und mögliche Infektionsketten unterbrochen werden. Der gesetzeskonforme Umgang mit tierischen Nebenprodukten ist ein wichtiger Beitrag zur Seuchenprävention und damit zur Gesundheit von Tier und Mensch. Wir beraten Sie gerne auch persönlich über unser Leistungsangebot.

© Christian Houdek
Ein Mitarbeiter der ebswien kläranlage & tierservice im Vollschutzanzug versprüht Desinfektionsmittel. © Christian Houdek
© Christian Houdek

Tierisch im Einsatz

Seuchen wie Vogelgrippe, Tollwut oder BSE betreffen nicht nur Tiere, sondern können auch für den Menschen gefährlich sein. Aufgrund des hohen Hygienestandards, zu dessen Sicherung wir durch unsere Arbeit beitragen, sind dies in Wien nur sehr selten auftretende Ereignisse. Gänzlich auszuschließen sind sie aber, etwa durch das Einschleppen von Erregern aus Drittländern, nie. Im Falle des Seuchenalarms sind wir sofort einsatzbereit, um unsere Aufgaben gemäß dem Notfallplan der Stadt Wien in enger Abstimmung mit den Veterinärbehörden zu übernehmen. Verstorbene Tiere transportieren wir rasch und fachgerecht ab, seuchenverdächtige Tiere können wir sicher in Quarantäne halten.

Durch regelmäßige Mitarbeiterschulungen und Übungen sind wir für den Notfall bestens vorbereitet und rund um die Uhr einsatzbereit. Wir sind uns unserer Verantwortung für die Wienerinnen und Wiener bewusst!

Unsere Leitlinien

Tradition:
Das Verwaltungsgebäude steht unter Denkmalschutz. © Christian Houdek
Im Dienst der Stadt:
Das Team des ebswien  sorgt für ein gesundes Wien. © Christian Houdek
Aufbruch
Die ebswien ist jeden Tag in Wien unterwegs. © Christian Houdek
Fuhrpark
Die ebswien ist für alle Einsätze gerüstet. © Christian Houdek
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Rechtliche Grundlagen

Die Entsorgung von tierischen Nebenprodukten und toten Tieren wurde europaweit durch die EU-Verordnung 1774/2002 bzw. das Tiermaterialiengesetz (TMG) geregelt.

Am 4. März 2011 wurde diese Verordnung aufgehoben und durch die Verordnung (EG) 1069/2009 mit Hygienevorschriften für nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte und die dazugehörende Durchführungsverordnung VO (EU) Nr. 142/2011 (siehe hierzu Änderungen und Berichtigungen in der Verordnung (EU) Nr. 294/2013) ersetzt.

In der Verordnung (EG) 1069/2009 werden alle tierischen Nebenprodukte, die nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, in drei Risikokategorien (Kategorie 1, 2 oder 3) eingeteilt. Vorschriften zur Verhütung, Kontrolle und Tilgung bestimmter transmissibler spongiformer Enzephalopathien (z. B. Verfütterungsverbot an Nutztiere) befinden sich in der (EG) Verordnung Nr. 999/2001 (siehe hierzu Änderung der SRM-Definition in der Verordnung (EU) 2015/1162). Jeder Erzeuger von tierischen Nebenprodukten (Schlachthof, Fleischerei usw.) ist gemäß Tiermaterialiengesetz verpflichtet, diese unverzüglich an einen zugelassenen Betrieb abzuliefern und eine rechtsgültige schriftliche Vereinbarung über die Entsorgung von tierischen Nebenprodukten abzuschließen.

Kennzahlen

Unsere Umweltleistungen auf einen Blick

Die ebswien nimmt freiwillig am EMAS-Programm der Europäischen Union teil. EMAS steht für „Eco-Management and Audit Scheme“ und hat das Ziel,  die kontinuierliche Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes zu fördern. Gemäß EMAS in der Fassung Verordnung (EG) 1221/2009 in Verbindung mit VO (EU) 2017/1505  legt die ebswien jährlich eine „Umwelterklärung“, die alle Umweltkennzahlen enthält, vor. Bis Ende 2020 bestand die ebswien tierservice als selbstständiges Unternehmen, das mit Anfang 2021 in der ebswien kläranlage & tierservice aufgegangen ist. Unser im Herbst 2020 veröffentlichtes Zahlenwerk bleibt bis zur Vorlage der nächsten Umwelterklärung online. Klicken Sie auf das Bild, um zur „Umwelterklärung 2020“ der ehemaligen ebswien tierservice zu gelangen.

Fundtiere

Es passiert immer wieder: Haustiere wollen die „Wildnis in der Stadt“ entdecken. Der Ausflug endet für die kleinen Ausreißer leider häufig tödlich. Um den Tierfreundinnen und Tierfreunden Gewissheit zu verschaffen, was mit ihren Lieblingen passiert ist, haben wir hier eine Übersicht der in Wien tot aufgefundenen Heimtiere zusammengestellt.

Bitte beachten Sie: Aus rechtlichen Gründen dürfen wir das tote Tier nicht an die Eigentümerin oder den Eigentümer zurückgeben. Nur eine Weitergabe an behördlich zugelassene Betriebe – wie zum Beispiel an ein Tierkrematorium oder einen Tierfriedhof – ist uns gestattet.

Für Fragen erreichen Sie uns während unserer Öffnungszeiten unter der Telefonnummer 01 7676176 oder per E-Mail unter office@ebswien.at.

Beschreibung

Fundort

Funddatum

ID

Chip-Nummer

Beschreibung
grau-schwarz

Fundort
1210 Wien, Jedleseer Straße 19

Funddatum

20.04.2021

ID

Funddatum

338800

keine

Chip-Nummer

Beschreibung
weiß, schwarz-braun getigerter Rücken

Fundort
1110 Wien, Meidlgasse gegenüber 11

Funddatum

12.04.2021

ID

Funddatum

338481

keine

Chip-Nummer

Beschreibung
schwarz-braun, Langhaar

Fundort
1100 Wien, Bernadottegasse gegenüber 65

Funddatum

10.04.2021

ID

Funddatum

338473

keine

Chip-Nummer

Beschreibung
schwarz-grau getigert, brauner Bauch

Fundort
1230 Wien, Erlaaer Straße 93

Funddatum

09.04.2021

ID

Funddatum

338439

keine

Chip-Nummer

Beschreibung
schwarz-grau getigert, brauner Bauch

Fundort
1130 Wien, Lafitegasse 1

Funddatum

07.04.2021

ID

Funddatum

338365

keine

Chip-Nummer

Beschreibung
dunkel-hellbraun, Schnauze und Pfoten weiss, Brustgeschirr rosa

Fundort
1110 Wien, Grillgasse 50, ÖBB-Gelände

Funddatum
06.04.2021

ID
338300

499091100030829 nicht registriert

Chip-Nummer

Beschreibung
rot getigert und weiss

Fundort
1210 Wien, Ruthnergasse 59

Funddatum
03.04.2021

ID
337220

keine

Chip-Nummer

Beschreibung
grau-schwarz getigert,

Fundort
1160 Wien, Thaliastraße geg. 66

Funddatum
03.04.2021

ID
338210

keine

Chip-Nummer

Beschreibung
Unterseite weiß, Kopf und Rücken schwarz-braun gefleckt

Fundort
1110 Wien, Simmeringer Hauptstraße Ecke Florian Hedorfer Straße

Funddatum
29.03.2021

ID
337851

keine

Chip-Nummer

Beschreibung
grau-braun getigert

Fundort
1190 Wien, Probusgasse 2-4

Funddatum
29.03.2021

ID
337818

keine

Chip-Nummer

Beschreibung
schwarz-braun getigert

Fundort
1180 Wien, Scheidlgasse 46

Funddatum
29.03.2021

ID
337817

keine

Chip-Nummer

Beschreibung
braun getigert

Fundort
1120 Wien, Nauheimergasse 50

Funddatum
27.03.2021

ID
337799

100237000116566
nicht registriert

Chip-Nummer

Beschreibung
schwarz-grau getigert

Fundort
1110 Wien, Etrichstraße Ecke Valiergasse

Funddatum
24.03.2021

ID
337723

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
rot-braun getigert

Fundort
1110 Wien, Kimmerlgasse 9

Funddatum
24.03.2021

ID
337701

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
grau getigert, weiße Unterseite

Fundort
1160 Wien, Ottakringer Straße 166 Ecke Wurlitzer Gasse

Funddatum
18.03.2021

ID
337494

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
schwarz, Langhaar

Fundort
1210 Wien, Pragerstraße 247

Funddatum
18.03.2021

ID
337478

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
grau-braun getigert, weiße Unterseite

Fundort
1220 Wien, Trondheimgasse gegenüber 6

Funddatum
17.03.2021

ID
337422

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
weiß, grau getigerter Rücken

Fundort
1220 Wien, Schafflerhofstraße 271

Funddatum
10.03.2021

ID
337180

Chip-Nummer
941000024855649 in Budapest registriert

Beschreibung
weiß, grau getigerter Rücken

Fundort
1140 Wien, Trennstraße 3

Funddatum
09.03.2021

ID
337144

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
weiß-schwarz, Rücken schwarz

Fundort
1210 Wien, Wassermanngasse 2

Funddatum
07.03.2021

ID
337060

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
grau-braun, Langhaar

Fundort
1100 Wien, Leopoldsdorferstraße Ecke Scheunenstraße

Funddatum
04.03.2021

ID
336952

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
grau getiegert, weiß

Fundort
1130 Wien, Laverangasse 42

Funddatum
27.02.2021

ID
336671

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
schwarz-weiß gefleckt

Fundort
1230 Wien, Endresstraße 24-26

Funddatum
25.02.2021

ID
336579

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
grau-braun getigert

Fundort
1220 Wien, Mühlwasserpromenade gegenüber 23

Funddatum
25.02.2021

ID
336582

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
dunkelbraun, Langhaar

Fundort
1120 Wien, Weißenthurngasse 15-17

Funddatum
19.02.2021

ID
336369

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
rot-braun getigerter Rücken, weiße Unterseite

Fundort
1020 Wien, Handelskai 212

Funddatum
18.02.2021

ID
336345

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
schwarz

Fundort
1130 Wien, Braunschweiggasse 14

Funddatum
17.02.2021

ID
336266

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
schwarz weiß gefleckt

Fundort
1220 Wien, Nauffahrtweg geg. 167

Funddatum
07.02.2021

ID
335912

Chip-Nummer
040098100456538 nicht registriert

Beschreibung
braun-grau getigert

Fundort
1230 Wien, Anton Freunschlag Gasse Ecke Zwerggrabengasse

Funddatum
07.02.2021

ID
335909

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
schwarz

Fundort
1220 Wien, Langobardenstraße 26

Funddatum
02.02.2021

ID
335768

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
schwarz-grau, weiße Pfoten

Fundort
1230 Wien, Josef Bühl Gasse

Funddatum
31.01.2021

ID
335565

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
braun-schwarz-weiß

Fundort
1210 Wien, Kammelweg 23

Funddatum
31.01.2021

ID
335555

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
braun-grau

 

Fundort
1110 Wien, 7. Haidequerstraße gegenüber Betonwerk

Funddatum
26.01.2021

ID
335410

Chip-Nummer
941000016096695 in Slowenien reg. Telefon Nr. stimmt nicht

Beschreibung
braun-schwarz

Fundort
1100 Wien, A23

Funddatum
25.01.2021

ID
335325

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
braun-schwarz

Fundort
1130 Wien, Firmiangasse 45

Funddatum
19.01.2021

ID
335139

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
weißer Bauch, getigerter Rücken

Fundort
1220 Wien, Austerlitzgasse Ecke Rennbahnweg

Funddatum
13.01.2021

ID
334880

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
weiß-rotbraun gefleckt

Fundort
1030 Wien, Ghegastraße

Funddatum
10.1.2021

ID
334829

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
schwarz-grau getigert

Fundort
1210 Wien, Töllergasse 42

Funddatum
10.1.2021

ID
334825

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
schwarz-braun

Fundort
1050 Wien, Schönbrunnerstraße Ecke Sankt Johann Gasse

Funddatum
10.1.2021

ID
334820

Chip-Nummer
keine

Beschreibung
schwarz

Fundort
1230 Wien, Hungereckstraße 23

Funddatum
7.1.2021

ID
334770

Chip-Nummer
keine

Fundtiere anzeigen schließen

Geschichte & Geschichten

„In den Wiener Stadtrechnungen des 15. Jahrhunderts finden sich sporadisch Ausgaben für Personen, die Tierkadaver aus der Stadt hinausschafften oder streunende Hunde erschlugen. Beides zentrale Aufgaben der späteren Wasenmeisterei. Gesichert ab dem zweiten Viertel des 17. Jahrhunderts, wahrscheinlich aber schon früher, war in Wien die Wasenmeisterei mit dem Amt des Scharfrichters verbunden. Sie war quasi sein „Brotberuf“: Die Stadt errichtete auf ihre Kosten die Aasgruben, in denen die toten Tiere verscharrt wurden. Weiters stellte sie dem Wasenmeister/Scharfrichter ein Quartier zur Verfügung und errichtete bzw. erhielt die Bauten bei den Aasgruben. Die Zahlungen an den Wasenmeisters waren hingegen gering, er erhielt eine kleine Summe für die Anstellung eines Knechts und den Hundefang. Auch die Entlohnungen für die Tätigkeiten des Scharfrichters, von Folterunten bis zu Hinrichtungen, waren in Wien äußerst gering. Die Idee war, dass die Wasenmeisterei durch den Verkauf von Häuten, Horn oder tierischem Fett genug abwerfen sollte, um den jeweiligen Inhabern einen ausreichenden Lebensunterhalt zu sichern. 

Im Zuge der umfassenden Justizreform Mitte des 19. Jahrhunderts verlor die Stadt Wien die Zuständigkeit für den Scharfrichter. Johann Georg Hoffmann wurde als Scharfrichter vom Oberlandesgericht Wien übernommen, gleichzeitig blieb er als Wiener Wasenmeister im Dienst der Stadt. Bis zu seinem Tode im Jahr 1865 war er also ein Diener zweier Herren. Das Verhältnis der Stadt zu seinem Sohn und Erben war schlecht, was zu seinem Rauswurf im Jahre 1873 führte. Gleichzeitig wollte die „moderne“ Stadt mit der mittelalterlichen Tradition der Aasgruben brechen und nicht zuletzt aus ökonomischen Erwägungen mehr Nutzen aus den Tierkadavern ziehen. Nach langer Standortsuche und intensiver Diskussion über die bestmögliche Lösung fiel die Entscheidung für die Errichtung einer „Thermochemischen Fabrik“ auf jenem Gelände, das bis heute von der ebswien kläranlage & tierservice genutzt wird.

1878
Umzug

Verlegung der Wiener Wasenmeisterei vom Gelände des Zentralfriedhofs nach Kaiserebersdorf, damals noch eine selbstständige Gemeinde

1882
Inbetriebnahme

der Thermochemischen Fabrik zur Gewinnung von Fettstoffen und Erzeugung von Leim aus Schlachthausabfällen und gefallenen Tieren. Die Stadt Wien ist Eigentümerin der Fabrik, der Betrieb wird verpachtet.

1916
Gründung

der „Gesellschaft zum Betrieb der städtischen Wasenmeisterei und Thermochemischen Fabrik in Wien“. Die Stadt Wien übernimmt im Jahr 1919  mit 60 Prozent die Mehrheit daran, Minderheitsgesellschafter ist der Pächter der Fabrik, Ferdinand Wambacher.

1939

Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wird der Pächter (Dipl.-)Ing. Hermann Wambacher aus der Gesellschaft hinausgedrängt. Das neue Regime ist mit dem Output der wenig später als „kriegswichtig“ eingestuften Fabrik nicht zufrieden. Die Prozessunterlagen zu dem Vorgang haben sich leider nicht erhalten. Wambacher erhielt eine Entschädigung.

1940
Umbenennung

in „Tierkörperverwertung und Thermochemische Fabrik Gesellschaft m.b.H.“ Im Jahr 1944 wird die Fabrik durch Bombentreffer erheblich beschädigt.

1982
Einstellung

der Verarbeitung des tierischen Materials am Standort, die ab sofort in Partnerbetrieben erfolgt. Das Unternehmen konzentriert sich ausschließlich auf die Sammlung tierischer Materialien.

1990
Umbenennung

in „Tierkörperbeseitigung Wien“

1999
Wechsel der Eigentümerin

Die Entsorgungsbetriebe Simmering (EbS) übernehmen von der Wiener Holding. 

2010
Umbenennung

auf ebswien tierkörperbeseitigung Ges.m.b.H. Nfg KG

2013
Umbenennung

auf ebswien tierservice Ges.m.b.H. Nfg KG

2021
Anwachsung

an die bisherige ebswien hauptkläranlage Ges.m.b.H., das Gesamt-Unternehmen firmiert nun unter ebswien kläranlage & tierservice Ges.m.b.H.

Unser schwerster Fall – ein Wal

Seit 1878 ist die Wiener Wasenmeisterei, die heute von der ebswien betrieben wird, an ihrem aktuellen Standort in Kaiserebersdorf angesiedelt. Jetzt tauchte in den Archiven ihr bis dato schwerster Fall auf – ein Wal.

Und zwar ein echtes „Prachtexemplar“, wie der Leiter der zoologischen Abteilung des k.k. naturhistorischen Hofmuseums, Dr. Franz Steindachner, bemerkte. Er wollte das Skelett des Finnwal-Männchens der Sammlung des jüngst eröffneten Museums an der Wiener Ringstraße einverleiben. Im Wiener Wasenmeister Johann Logar, Pächter der städtischen Wasenmeisterei und Thermochemischen Fabrik, fand er einen Verbündeten. Denn dieser brauchte einen Experten, der ihm half, die in seinem Besitz befindlichen Walknochen wieder zu einem Skelett zusammenzubauen, das er in der Saison 1890 im Prater zur Schau stellen wollte – gegen Eintritt versteht sich.

Doch wie war der Wiener Wasenmeister zu den Wal-Knochen gekommen? Blenden wir zurück: Am 30. Dezember 1888 strandet ein Wal am Barritskov-Strand im Vejle-Fjord im südlichen Jütland in Dänemark. Es handelt sich um ein ausgewachsenes Finnwal-Männchen mit einer Länge von 19 Metern und einem Gewicht von rund 60 Tonnen. Zunächst an Ort und Stelle ausgestellt, „übersiedelt“ der Wal anschließend nach Kopenhagen. Die Ausstellung des riesigen Meeresbewohners ist ein solcher Erfolg, dass internationale Investoren auf sie aufmerksam werden. Sie planen eine Tour durch europäische Städte, die bei der Weltausstellung in Paris enden sollte.

Gestank: Magistrat zieht Notbremse

Zunächst geht die Wal-Schaustellung aber nach Berlin, wo sie zehntausende Interessierte anlockt. Der Wal-Kadaver hat bereits deutlich gelitten, den Verwesungsspuren rückt der berühmte Tierpräparator Jean Wickersheimer im wahrsten Sinne des Wortes „zu Leibe“: Er pumpt den Wal mit der unter anderem aus der hochgiftigen Arsensäure bestehenden nach ihm benannten „Wickersheimschen Lösung“ voll. Nach zwei Monaten in Berlin gelangt der auf den Namen „Jonas“ getaufte Wal mit dem Zug nach Wien, wo das „Meerungethüm aus dem Kattegat“ ab 5. Mai 1889 im Prater zur Schau gestellt wird. Die hohen Temperaturen setzen dem stattlichen Fleischberg enorm zu, bald hagelt es Beschwerden von Prater-Gastronomen und ihren Gästen. Der Wiener Magistrat erteilt zunächst Auflagen zur Geruchsbekämpfung und lässt die Ausstellung weiterlaufen. Doch Mitte Juni reißt den Behörden der Geduldsfaden: Sie verfügen den Abtransport des stinkenden Kadavers zur Entsorgung in der Wasenmeisterei in Kaiserebersdorf.

Jonas kommt ins Museum

Und so kommt der Wiener Wasenmeister zum nach wie vor schwersten Fall der Firmengeschichte und nach der Entfernung aller Fleischreste zu den Knochen des Wander-Wals. Der Zoologe Steindachner hilft, sie wieder richtig zusammenzusetzen, nach Einholung der Genehmigung durch den Magistrat kann Johann Logar die Überreste von Jonas im Prater ausstellen. Sein Pech: Das Skelett lockt weit weniger Besucherinnen und Besucher an, als der Wiener Wasenmeister erwartet hat. Und so wird die Schaustellung schon nach wenigen Wochen abgebrochen. Vereinbarungsgemäß gelangen die Knochen von Jonas danach in das k.k. naturhistorische Hofmuseum. Im Naturhistorischen Museum, seinem Nachfolger, kann Jonas übrigens noch heute besucht werden. Wirbel, Rippen und Flossen sind – feinsäuberlich nummeriert – im „Wal-Keller“ untergebracht. Öffentlich zugänglich sind seine Unterkiefer: Sie bilden den beeindruckenden Torbogen des Saales XXXV.

Die ganze Geschichte lesen schließen
Das Bild zeigt ein Wal-Skelett vor dem Bürogebäude der Thermochemischen Fabrik der Stadt Wien. Das Bild stammt aus dem Jahr 1889. © Wiener Stadt- und Landesarchiv
Gelungenes Wal-Puzzle im Jahr 1889: Die Reste von „Jonas“ vor dem heute noch genutzten Gebäude der Wiener Wasenmeisterei in Kaiserebersdorf. © Wiener Stadt- und Landesarchiv

Kontakt

Telefonisch sind wir täglich rund um die Uhr unter der Nummer 01 7676176 erreichbar.

Per E-Mail erreichen Sie uns unter: office@ebswien.at

Wir haben für Sie werktags von Montag bis Donnerstag von 7.30 bis 16 Uhr und am Freitag von 7 bis 13 Uhr geöffnet. Außerhalb dieser Zeiten stehen im Einfahrtsbereich Behälter für die selbstständige Anlieferung zur Verfügung.

Die ebswien kläranlage & tierserivce ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Die Übernahmestelle für tierische Nebenprodukte (Alberner Hafenzufahrtsstraße 8, 1110 Wien) erreichen Sie mit den Buslinien 76A oder 79A (Station „Margetinstraße“)

Mit Google Maps können Sie Ihre Anfahrt zu uns planen. Bitte beachten Sie die Datenschutzbestimmungen von Google.

Unsere Adresse:

ebswien kläranlage & tierservice Ges.m.b.H.
Standort: Alberner Hafenzufahrtsstraße 8, 1110 Wien

1. AEV

Die Bezeichnung 1. AEV steht für die
„1. Abwasseremissionsverordnung für kommunales Abwasser“. Der Mindestwirkungsgrad bezieht sich auf das Jahresmittel, der Grenzwert auf die maximal zulässige Ablaufkonzentration im geklärten Abwasser.

Pges

Pges steht für Gesamt-Phosphor. Der Gesamt-Phosphor ist ein Summenparameter, der sich aus gelöstem anorganischen Phosphor (Orthophosphat) und gelöstem bzw. ungelöstem organischen Phosphor zusammensetzt.

Der Gesamt-Phosphor wird in mg P/l (Abwasser) angegeben.

NH4-N

(Ammoniumstickstoff)

Der Ammonium-Stickstoff (NH4-N) ist eine anorganische Stickstoffverbindung, die unter anderem beim biologischen Abbau organischer Stickstoffverbindungen (z.B. Eiweiß) entsteht.

Der Ammonium-Stickstoff wird in mg N/l (Abwasser) angegeben.

Nges

Nges steht für Gesamt-Stickstoff. Der Gesamt-Stickstoff ist ein Summenparameter, der sich aus dem organischen Stickstoffanteil (Harnstoff, Peptide, Proteine) und dem anorganischen Stickstoffanteil (Ammonium-Stickstoff und Nitrat-Stickstoff) zusammensetzt.

TOC

TOC steht für „total organic carbon”, also den gesamten organisch gebundenen Kohlenstoff. Zusammen mit dem chemischen Sauerstoffbedarf (CSB) ist TOC eine wichtige Kenngröße für die Belastung eines Gewässers mit organischen Stoffen.

 

Angabe in mgC/l (Wasser).

CSB

Der CSB, kurz für Chemischer Sauerstoffbedarf, ist eine Kenngröße für den Gehalt an sauerstoffzehrenden Wasserinhaltsstoffen. Der chemische Sauerstoffbedarf ist der bei der chemischen Oxidation von organischen Wasserinhaltsstoffen unter genormten Bedingungen ermittelte Verbrauch an Kaliumdichromat, anzugeben als Sauerstoffäquivalent in „mg/l Wasser“.

BSB5

BSB5 steht für den biochemischen Sauerstoffbedarf in 5 Tagen. Dabei handelt es sich um eine Kenngröße für den Gehalt an biologisch abbaubaren Wasserinhaltsstoffen.

BSB5 bezeichnet die Sauerstoffmenge, die von Mikroorganismen in 5 Tagen verbraucht wird. Der biochemische Sauerstoffbedarf ist die Masse an gelöstem molekularen Sauerstoff, die von Mikroorganismen beim oxidativen Abbau (aber auch Umbau) organischer Inhaltsstoffe (Kohlenstoffverbindungen) des Wassers unter definierten Bedingungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums  (5 Tage) benötigt wird.

Der BSB5 wird in mgO2/l (Wasser) angegeben.